WM-Medaille wäre möglich gewesen

31.3.2019:

Bei meiner zweiten Hallen-WM überhaupt sprang zwar keine Medaille heraus, aber Einzelleistungen, mit denen ich sehr zufrieden bin. In Torun (PL) ging es für mich aufgrund der vorhandenen Schulterbeschwerden und starker Konkurrenz nicht um Medaillen. Mit 49,55m blieb ich leicht unter meinen Erwartungen, landete dennoch auf einem guten 7. Platz.

Über 60m startete ich nur, um eine Einschätzung meiner Sprintfähigkeit zu bekommen. 7,65 Sek. bedeuten für mich die beste je gelaufene Zeit und Platz 25 im Gesamtklassement.

Nach ein paar Tagen Erholung standen am Freitag Vormittag die Vorläufe über 60m Hürden auf dem Programm. Mit 8,78 Sek. kam ich als Zweiter mit Saisonbestleistung ins Ziel und qualifizierte mich so direkt ins Finale. Da ich insgesamt die drittschnellste Zeit der beiden Vorläufe hatte, rechnete ich mir realistische Chancen auf eine Medaille aus. Insbesondere die Schritte zur ersten Hürde konnte ich noch schneller setzen.

Das gelang mir im Finale am selben Abend auch ganz gut, dennoch konnte ich mich nicht steigern. Ich bestätigte die Zeit mit 8,79 Sek. und wurde 4. Jan Schindzielorz gewann in neuem Deutschen Rekord mit 7,94 Sek. verdient den Titel. Die beiden Zeiten liegen beide unter der für mich magischen Grenze von 8,84 Sek., die im nächsten Jahr in der höheren Altersklasse Deutschen Rekord bedeuten würde. Insofern bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. Mit der Staffel wurden wir am Ende in einer Notbesetzung noch Fünfter.

 

Endlich Deutscher Meister im Speerwurf

3.2.2019:

Dass der Körper mit zunehmendem Alter immer öfter Probleme macht, habe ich mittlerweile gelernt. Damit geschickt umzugehen, ist nicht immer einfach. Bei den Deutschen Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Halle an der Saale habe ich das jedenfalls bestmöglich im Griff gehabt.

So stand am Samstag Speerwurf auf dem Programm. Wegen einer momentan nicht schmerzhaften, aber dennoch vorhandenen Reizung im Schultergelenk war der Plan, direkt im ersten Versuch „einen rauszuhauen“. Mit 50,99m gelang mir das. Denn das war nicht nur der einzige Wurf über 50m in der Konkurrenz, sondern am Ende auch die Siegerweite. Da ich die Konkurrenz nicht unterschätzen wollte, habe ich entgegen der ursprünglichen Planung alle sechs Versuche absolviert, was die Schmerzen im Gelenk wieder aufleben ließ. Das trübte aber die Freude über meinen ersten nationalen Titel im Speerwurf nicht.

Sonntags untermauerte ich über 60m Hürden wieder meine Ambitionen, im nächsten Jahr in der höheren Altersklasse den Deutschen Rekord angreifen zu können. Mit 8,92 Sek. Blieb ich zwar deutlich hinter dem Weltmeister Jan Schindzielorz (8,10 Sek.), bin aber auch hier mit der Leistung und meiner Silbermedaille hochzufrieden.

Dass der Körper mit zunehmendem Alter immer öfter Probleme macht, habe ich mittlerweile gelernt. Damit geschickt umzugehen, ist nicht immer einfach. Bei den Deutschen Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Halle an der Saale habe ich das jedenfalls bestmöglich im Griff gehabt.

So stand am Samstag Speerwurf auf dem Programm. Wegen einer momentan nicht schmerzhaften, aber dennoch vorhandenen Reizung im Schultergelenk war der Plan, direkt im ersten Versuch „einen rauszuhauen“. Mit 50,99m gelang mir das. Denn das war nicht nur der einzige Wurf über 50m in der Konkurrenz, sondern am Ende auch die Siegerweite. Da ich die Konkurrenz nicht unterschätzen wollte, habe ich entgegen der ursprünglichen Planung alle sechs Versuche absolviert, was die Schmerzen im Gelenk wieder aufleben ließ. Das trübte aber die Freude über meinen ersten nationalen Titel im Speerwurf nicht.

Sonntags untermauerte ich über 60m Hürden wieder meine Ambitionen, im nächsten Jahr in der höheren Altersklasse den Deutschen Rekord angreifen zu können. Mit 8,92 Sek. Blieb ich zwar deutlich hinter dem Weltmeister Jan Schindzielorz (8,10 Sek.), bin aber auch hier mit der Leistung und meiner Silbermedaille hochzufrieden.

EM-Gold über die Hürden

4.8.2017:

Der Sommer in Aarhus (DEN) war verregnet und kühl wie seit Jahrzenten nicht mehr. Doch genau das sollte mir am Ende zum Sieg bei den Europameisterschaften verhelfen. Schon in den Wochen vor der Meisterschaft habe ich teilweise bei starkem Regen trainieren müssen und insgeheim auf ähnliche Bedingungen gehofft, da die favorisierten zwei Spanier meiner Einschätzung nach solche Bedingungen noch weniger leiden konnten als ich. Im Finale regnete es zwar nicht, aber 1,6m Gegenwind werden allgemein beim Hürdensprint auch als schlechte Bedingungen bezeichnet. Also sagte ich mir, ich bin ein Kämpfer und ich gehe mit bester Laune in das Rennen. 15,37 Sek. bedeuten nicht nur eine Verbesserung meiner gerade erst aufgestellten Bestleistung um weiter 4 Zehntel, sondern am Ende auch den verdienten Sieg und den Titel EUROPAMEISTER. Der favorisierte Spanier schrieb im Nachgang auf seinem Facebook-Account, dass er mit den Bedingungen nicht zurecht kam. Mein Plan ging auf.

 

Bereits ein paar Tage zuvor habe ich im Speerwurf einen soliden siebten Platz errungen mit einer Bestweite von 52,06m und insgesamt vier Würfen über 50m. Damit kann ich durchaus zufrieden sein. Mehr wäre auch bei Bestleistungen wohl nicht drin gewesen.

 

 

Später Saisoneinstieg hat sich gelohnt

18.6.2017:

Der Start in die südwestdeutschen Meisterschaften in St. Wendel war zwar etwas holprig, die Erfolge dafür am Ende umso beeindruckender. Durch eine Zeitplan-Verschiebung, die mir nicht bekannt war, fand praktisch zu Beginn des Tages der Hürdenlauf parallel zum Speerwurf statt. So nahm ich den Titel im Speerwurf mit einem Versuch ohne Aufwärmen und immerhin mit 50,03m mit. Von dort ging ich in schnellem Schritt zum 110m-Hürden-Start. Hier hatte ich zwar Probleme ab der achten Hürde, lief dennoch mit 16,03 Sekunden Deutsche Jahresbestzeit. Den Umständen entsprechend waren beides absolut zufriedenstellende Leistungen.

 

Entspannter ging es dann mit dem 100m-Lauf weiter, den ich in passablen 12,43 Sek. gewann. Im Kugelstoßen erreichte ich mein persönliches Ziel nicht ganz, wurde mit 9,80m Zweiter. Den letzten Titel des Tages holte ich im Diskus, wo ich drei Mal weiter warf als meine bisherige Bestleistung. Am Ende verbesserte ich mich um über zwei Meter auf 33,45m.

 

In zwei Wochen steht dann der Saisonhöhepunkt auf dem Plan: die Deutschen Meisterschaften in Zittau, an der Deutsch-Tschechisch-Polnischen Grenze. Hier werde ich über 110m Hürden den Titelverteidiger „jagen“. Im Speerwurf wird es hoffentlich wieder ein spannendes Duell mit dem Weltmeister geben. Körperlich und mental bin ich gut vorbereitet. Ich hoffe auf eine spannende Meisterschaft.

 

 

WM-Gold war zum Greifen nahe

Deutscher Doppelsieg in Daegu im Speerwurf – 52,11m bringen Silber

 

25.3.2017:

Wie auch bei den Deutschen Meisterschaften vor wenigen Wochen sah es auf dem Treppchen so aus, dass Jens Kresalek vor mir stand. Mit 53,17m holte er sich bei den Hallen- und Winterwurf-Weltmeisterschaften in Daegu (KOR) die Goldmedaille, knapp einen Meter dahinter gewann ich mit 52,11m Silber. Dabei war mein letzter Versuch der vielleicht beste. Leider landete er außerhalb der erlaubten Zone und war damit ungültig. Dennoch ist diese Silbermedaille mein bislang größter internationaler Erfolg.

 

Über 60m Hürden erreichte ich im Vorlauf die fünftbeste Zeit und qualifizierte mich in 9,02 Sek. sicher für das Finale. Mit vollem Risiko begann ich dann den abschließenden Lauf. Die Rechnung ging zwar nicht auf, aber ich bin mit dem 6. Platz in einem top besetzten Endlauf sehr zufrieden. Die Zeit von 9,34 Sek. spielt eine untergeordnete Rolle.

 

Zum Abschluss wurde ich noch für die 4x200m-Staffel nominiert. Wir hatten gute Chancen, auch hier noch eine Silbermedaille zu gewinnen. Nur Großbritannien war einfach zu stark besetzt. Also hieß es auch hier, bei den Wechseln volles Risiko einzugehen, um die Briten vielleicht noch zu einem Fehler zu zwingen. Dementsprechend knapp waren alle Wechsel zwischen den Läufern. Und das wurde schließlich auch bestraft, denn beim Wechsel zwischen Jochen Gippert, dem 2. Läufer und mir, kam es zu einer Überschreitung der Wechselmarke und der Disqualifikation. Aber das ist es, was den Staffellauf so spannend macht. Für mich war die WM insgesamt eine großartige Erfahrung und ein toller Erfolg. Jetzt beginnt auch schon die Vorbereitung für die Freiluftsaison.

 

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© Markus Paquée